| Grundwissen zum Harmonium | Das Kunstharmonium |
Das KunstharmoniumVictor Mustel erfand 1853 die geteilte Expression.
Über Kniehebel läßt sich die Expression nun auf den Baß
oder den Diskant getrennt anwenden. Ist zum Beispiel der linke Kniehebel
nach außen gedrückt, wirkt die Expression nur auf die Baßseite,
die Diskantseite ist mit einer Generalsourdine belegt.
(F) Forte-Fixe
Einige französische Komponisten und der deutsche
Komponist Karg-Elert haben dieses Instrument in Ihrer Arbeit berücksichtigt.
Karg-Elert geht von einem orchestralem Denken aus. In seinen Kompositionen
benutzte er alle Möglichkeiten des Instrumentes. Er selbst sagt, daß
Baß- und Diskantseite zwei eigenständige Harmoniums sind. In
seiner 'Kunst des Registrierens' beschreibt er akribisch alle Möglichkeiten.
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| Karg-Elert selbst besaß eine Mustel-Kopie
des Instrumentenbauers Johannes Titz aus Löwenberg (Schlesien). Durch
Karg-Elerts Arbeit inspiriert, baute auch die Firma Lindholm von 1900 bis
1911 ca. 30 Mustel-Kopien unter dem Namen 'Imperial'.
Titz wie Lindholm verwendeten, ebenso wie ihr Vorbild Mustel, Zungen des Herstellers 'Esteve, Paris'. Auch die Firmen Schiedmayer und Hinkel bauten einige Kunstharmoniums, Schiedmayer unter dem Produktnamen 'Dominator'. Hinkel baute auch 'Spar-Kunstharmoniums' nach den Vorschlägen von Karg-Elerts 'Reform des modernen Druckluftharmoniums'. |
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