Der AK Harmonium wurde auf der Jahrestagung der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO) 1998 in Trier offiziell eingerichtet. Damit trug man der Tatsache Rechnung, daß sich die Einstellung zum Harmonium und seiner Musik in den letzten Jahren deutlich verändert hat und das Interesse stark gewachsen ist. Der AK hat derzeit ca. 75 offizielle Mitglieder.
Lange Zeit galt das Harmonium als billiger und minderwertiger Orgelersatz, zahleiche abfällige Beinamen legen davon Zeugnis ab: "Choralpumpe"; "Psalmenquetsche"; "Hallelujavergaser". Der Vergleich mit der Orgel mußte in der Tat zu Ungunsten des Harmoniums ausfallen, jedenfalls sofern man die harmoniumspezifischen Besonderheiten nicht berücksichtigte und die Entstehungsgeschichte dieses Instrumentes außer Betracht ließ. Die Erfindung der ersten Tasteninstrumente mit Durchschlagzungen resultierte aus der Tatsache, daß die Orgel sich von allen anderen Instrumenten unterschied, weil sie keine stufenlose dynamische Schattierung zuließ. Und da man seit Ende des 18. Jahrhunderts dies als das entscheidendenste musikalische Ausdrucksmittel ansah, geriet die Orgel ins Hintertreffen. Die ersten Modelle einer verbesserten Orgel mit Durchschlagzungen trugen daher den bezeichnenden Namen "Orgue expressif", d.h. Expressiv-Orgel. Denn die neuen Zungen ermöglichten eine Veränderung der Lautstärke, ohne daß die Tonhöhe anstieg oder absank.
Es ist das Ziel des AK Harmonium, auf diese spezifischen Eigenheiten des Harmoniums aufmerksam zu machen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über die Geschichte, den Einsatz und das Spiel des Harmoniums zu informieren. Der AK Harmonium ist offen für alle, die sich über das Harmonium informieren und über ihre Erfahrungen diskutieren wollen.
Dem Meinungsaustausch dienen die Publikationen des Arbeitskreises: Heft 1 erschien Ende 1999 (es wird derzeit neu aufgelegt), Heft 2 erschien im November 2000, weitere Hefte sind seitdem jährlich erschienen. In den Heften werden Beiträge zur Geschichte des Harmoniums abgedruckt und Informationen über neue CDs mit Harmoniummusik sowie über einschlägige Literatur gegeben (diese Informationen sind auch über die Homepage des AK innerhalb der GdO-Website abrufbar).
In loser Folge sollen zudem historisch bedeutsame Quellen im Nachdruck veröffentlicht werden, den Anfang macht eine Beschreibung des Lindholm-Kunstharmoniums von Sigfried Karg-Elert. Die Hefte des AK wie die Reprints sind über die GdO erhältlich (weitere Informationen dazu siehe auch unter der Rubrik "Veröffentlichungen" der Arbeitskreis-Homepages).
Darüber hinaus will der AK bereits bestehende Aktivitäten im Bereich der Harmoniumforschung und der praktischen Ausbildung fördern. Es besteht eine Zusammenarbeit mit Joris Verdin vom Konservatorium Antwerpen, der in regelmäßigen Abständen Fortbildungskurse organisiert hat. Diese Kurse, die sich vor allem an Spieler richteten, aber auch Informationen zur Restaurierung der Instrumente vermittelten, sollen weitergeführt werden, ggf. an anderem Ort (im Gespräch ist Kloster Michaelstein im Harz). Weiterführen wollen wir auch die Treffen von Harmoniumfreunden, die der Besitzer der Firma Olof Lindholm in Borna, Joachim Weischet (1999 verstorben), ins Leben gerufen hatte und die sich eines regen Zuspruchs erfreuten.
Fragen können Sie an folgende Personen richten:
Wolfgang
Plodek (kommissarischer Arbeitskreis-Leiter)
e-mail: fof-org@t-online.de;
Die Veröffentlichungen und
andere Aktivitäten des Arbeitskreises werden durch Beiträge seiner
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als Kostenbeteiligung auf das Konto des Arbeitskreises. Höhere Beiträge
sind willkommen und helfen allen.
Wenn Sie als GdO-Mitglied am Arbeitskreis Harmonium
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an den kommissarischen Leiter des Arbeitskreises Wolfgang
Plodek (e-Mail: fof-org@t-online.de).
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kommissarischen Arbeitskreis-Leiter Wolfgang
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Wolfgang Plodek senden.
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und die anderen Ansprechpartner beantworten auch gern Ihre Fragen zum Arbeitskreis.
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